Das Pferd und seine Bedürfnisse

Obwohl das heute gezüchtete Reitpferd nicht mehr viel Ähnlichkeit mit dem früheren Wildpferd hat, so hat es doch noch die selben Bedürfnisse. Pferde sind Herdentiere, die täglich ca. 16 Stunden mit der Futtersuche und dem Fressen verbringen. Das heisst: Pferde laufen und fressen. Und das in einer Herde in dem jedes Pferd seine Rangposition und seine Aufgabe hat. 

Die Haltung vieler Nutzpferde ist heute kaum an ihr natürliches Bedürfnis angepasst. Das Pferd steht manchmal 23 Stunden in einer Boxe ohne Sicht nach Draussen. Es kriegt 3x täglich für 30 Minuten zu fressen und hat keinen Sozialkontakt  zu anderen Pferden. Solch eine Haltung wirkt sich früher oder später auf die Psyche des Pferdes aus.

Was kann man tun, um dem Pferd ein möglichst glückliches Leben zu ermöglichen?

Die natürlichste Haltung wäre die Gruppenhaltung. Aber anders als in der Natur, können sich die Pferde hier nicht selber zu einer Gruppe formieren, sondern werden vom Menschen zu einer Gruppe zusammen gewürfelt. Setzt man diese geschickt zusammen, hat genügend Platz damit die Pferde sich gegenseitig ausweichen können, wo auch ein rangniedriges Pferd zum fressen und zur Ruhe kommt, so ist der Offenstall sicher die optimalste Haltungsform. 

Auslaufboxen bieten dem Pferd die Möglichkeit zu wählen, ob es sich im Stall oder in dem Auslauf aufhalten möchte. Es kann schon zwischen zwei Möglichkeiten wählen. Der Auslauf kann zum sonnen genutzt werden und bietet immer frische Luft. Oftmals können sich Pferde zwischen den Abtrennung hindurch beschnuppern oder sogar gegenseitig kraulen. Weidegang zu zweit oder in der Gruppe können den Sozialkontakt zusätzlich fördern.